Manilva gehört zu den am wenigsten bekannten Orten an der Costa del Sol. Während sich nur einige Kilometer östlich die Strände von Estepona und Marbella regelmäßig mit Urlaubern füllen, geht es hier im südwestlichsten Zipfel der Provinz Málaga deutlich ruhiger zu. In der entspannten Atmosphäre liegt der besondere Reiz der Gemeinde, die sich zwischen dem glitzernden Mittelmeer und den Hügeln des Hinterlandes erstreckt. Dabei vereint der Ort drei unterschiedliche Welten in sich, das traditionelle weiße Bergdorf Manilva Pueblo, den lebhaften Küstenort San Luis de Sabinillas und den mondänen Yachthafen Puerto de la Duquesa.

Das historische Ortszentrum liegt rund drei Kilometer vom Meer entfernt auf einer Anhöhe. Mit weißen Häusern, engen Gassen und kleinen Plätzen bestimmt typisch andalusisches Dorfambiente das Bild. Rings um die Iglesia de Santa Ana scheinen die Uhren ein wenig langsamer zu gehen als in den großen Ferienorten der Costa del Sol. Nur wenige Minuten vom historischen Ortskern entfernt erstreckt sich die Küste, die sich auch in Manilva mit ihren verlockenden Sandstränden zeigt. Im Ortsteil San Luis de Sabinillas mit seiner schönen Strandpromenade und Restaurants herrscht das Leben einer spanischen Küstenstadt ohne den Trubel der bekannten Badeorte, während Puerto de la Duquesa mit seinem Yachthafen, Cafés und Terrassen zu abendlichen Spaziergängen einlädt.

Letztgenannter Ortsteil beherbergt zugleich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Manilvas, das Castillo de la Duquesa unweit des Yachthafens. Die Festung wurde im 18. Jahrhundert unter König Karl III. zum Schutz der Küste vor Piratenangriffen errichtet und beherbergt heute ein kleines archäologisches Museum. Unmittelbar daneben erinnern freigelegte Reste einer römischen Siedlung daran, dass dieser Küstenabschnitt schon lange vor der Entstehung der heutigen Stadt besiedelt war.

Auch für Erholung und Aktivitäten bietet Manilva beste Voraussetzungen. Mehrere Kilometer feinen Sandstrandes ziehen sich entlang der Küste und bieten selbst in der Hauptsaison häufig deutlich mehr Ruhe als die bekannten Strände an der Costa del Sol. Wassersportler finden gute Bedingungen zum Segeln, Tauchen oder Stand-up-Paddling. Für Golfeinsteiger wie Profis gleichermaßen reizvoll ist der La Duquesa Golf Club, dessen anspruchsvolle Bahnen spektakuläre Ausblicke über das Mittelmeer bis hin zum markanten Felsen von Gibraltar eröffnen, während das Clubhaus zu einer entspannten Pause einlädt.

Zudem eignet sich Manilva hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region. Das britische Überseegebiet von Gibraltar mit seinem markanten Affenfelsen ist nicht nur faszinierend anzusehen, sondern in kurzer Zeit für einen spektakulären Abstecher erreichbar. Ebenso nah und lohnenswert ist der Weg ins bergige Hinterland zu malerischen und fotogenen Bergdörfern wie Casares oder Gaucín, dem noch heute bewohnten Castillo de Castellar oder dem ausgedehnten Naturpark Los Alcornocales.

Eine Besonderheit, die Manilva von vielen anderen Badeorten unterscheidet, sind die weitläufigen Weinberge an den Hängen oberhalb der Küste. Seit Jahrhunderten wird hier die Moscatel-Traube angebaut, deren süße Weine zu den bekanntesten Andalusiens zählen. Ein kleines Weinmuseum im Ortszentrum erzählt die Geschichte dieser traditionsreichen Kulturlandschaft und schlägt die Brücke zu den Rebstöcken, die sich bis fast an das Mittelmeer hinabziehen. Im Spätsommer kann man bei der Fiesta de la Vendimia miterleben, wie die Weinlese noch ganz traditionell mit dem rituellen Traubentreten gefeiert wird. Bei einem Moscatel zum Tagesausklang lässt sich trefflich über Manilvas Reiz als Alternative abseits der großen Ferienzentren der Costa del Sol sinnieren.