Marbella als den berühmtesten Ferienort in Europa zu bezeichnen, ist gewiss ebenso wenig übertrieben wie zu sagen, es sei einer der facettenreichsten. Die Stadt an der Costa del Sol bietet einfach alles – von der günstigen Pauschalreise bis hin zum sündhaft teuren Luxusurlaub, von exklusiven Jachthäfen und mondänen Villen bis zu historischen Juwelen in der pittoresken Altstadt, von sonnenverwöhnten Stränden bis zu wilden Partynächten. Hier kommt jeder auf seine Kosten.
Heute ist Marbella eine der internationalsten Städte Spaniens. Von den 160.000 Einwohnern ist jeder Vierte ein Ausländer. Nach Briten und Marokkanern stellen Deutsche die drittgrößte nichtspanische Bevölkerungsgruppe. Hinzu kommen zahlreiche Besucher aus aller Welt, die die zahllosen Hotels entlang der Küste das ganze Jahr über bevölkern. Da sind Trubel und Multikulti so gut wie garantiert.
Das absolute Kontrastprogramm dazu findet sich in der hübschen Altstadt Marbellas. Mit schmalen Gassen, weiß gekalkten Häusern, blumengeschmückten Balkonen und lauschigen Plätzen bietet der historische Stadtkern traditionelles andalusisches Flair vom Feinsten. Es macht Laune, sich zum Beispiel auf der Plaza de los Naranjos im Schatten von Orangenbäumchen niederzulassen und diesen Ort zu genießen. Typische Restaurants mit ihren Freiterrassen sowie schmackhaften Tapas und Gerichten runden das Erlebnis ab.
In der historischen Innenstadt, die für sich genommen eine der schönsten Attraktionen Marbellas ist, gibt es natürlich auch historische Gebäude wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert oder die Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación zu bewundern.
Auf dem Weg vom historischen Zentrum zum Strand sollte man ruhig ein wenig im Alameda-Park verweilen. Hier lohnt es sich, den Springbrunnen voller andalusischer Motive näher zu betrachten. Die Fuente Virgen del Rocío ist ein ebenso beliebtes Fotomotiv wie die nahegelegenen Statuen des legendären Künstlers Salvador Dalí. Die Skulpturen reihen sich auf der mondän gestalteten Avenida del Mar aneinander. Der gepflegte Boulevard wird dem Ruf des gehobenen Tourismus, der Marbella nach wie vor begleitet, absolut gerecht.
Von der Welt der Reichen und Schönen, die in Marbella vielerorts präsent ist, überzeugt man sich am besten im Jachthafen Puerto Banús. In dem mondänen Hafen im Stadtteil Nueva Andalucía, einige Kilometer westlich der Altstadt, geben sich Prominente und Gutverdiener ein Stelldichein. Wenngleich hier vieles für den Durchschnittsbesucher unerschwinglich ist, darf man sich immerhin am Anblick von all dem dekadenten Luxus erfreuen.
Völlig gratis sind dagegen die traumhaften Strände, die die 30 Kilometer lange Küstenlinie Marbellas säumen. Zur Auswahl stehen nicht weniger als 26 Strände. Zu den schönsten zählen die Playa del Real de Zaragoza, die Playa de Cabopino und die Playa de la Víbora im Osten der Stadt, an denen es wesentlich ruhiger zugeht. Ein lohnendes Erlebnis ist nicht zuletzt ein zwangsloser Spaziergang auf dem Paseo Marítimo, der kilometerlangen Strandpromenade.