Eingebettet in eine wunderbare Berglandschaft im Landesinneren Andalusiens, ist Ronda eines der beliebtesten Reiseziele und ein touristischer Hotspot im südlichen Spanien. Obwohl mit mehr als 30.000 Einwohnern eine durchaus beachtliche Stadt, zählt Ronda zu den sogenannten Weißen Dörfern, die für die Region so charakteristisch sind wie Sonne, Oliven und Flamenco.

Unbestrittene Hauptattraktion der auf einem Felsplateau befindlichen Stadt ist die Puente Nuevo, die zusammen mit zwei weiteren Brückenbauwerken, der Puente Viejo und der Puente Árabe, die stellenweise bis zu 120 Meter tiefe Schlucht El Tajo überbrückt. Die malerische Brücke stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist stets dicht von Besuchern umlagert. Sie gibt aus den verschiedensten Blickwinkeln zusammen mit traditionellen weiß getünchten Häusern, die sich an die schroffe Abbruchkante der Schlucht schmiegen, ein herrliches Fotomotiv ab. In der Umgebung sind unterschiedliche Aussichtspunkte eingerichtet.

Hat man sich an der Puente Nuevo sattgesehen, was kaum je geschehen wird, wartet Ronda mit einer Reihe weiterer Höhepunkte auf, was für eine Stadt dieser Größe doch recht beachtlich ist. Vor allem der ältere Teil Rondas südlich der Schlucht ist reich bestückt mit historischen Orten, die eine typisch andalusische Stadt ausmachen. Bemerkenswert sind die gut erhaltenen Ruinen der Baños Arabes aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die Puente Viejo und zahlreiche historische Bauwerke. Ein Highlight ist die Casa del Rey Moro mit ihren hängenden Gärten und einem rund 60 Meter tiefen Brunnenschacht aus dem 14. Jahrhundert, der zum Grund der Schlucht führt und zugleich als Fluchtweg für den Belagerungsfall angelegt wurde.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die Plaza de Toros de Ronda, die Stierkampfarena aus dem 18. Jahrhundert mit dem zugehörigen Stierkampfmuseum. Hier, im nördlichen und jüngeren Teil der Stadt, erfährt man, dass die Art und Weise, wie diese Tradition bis heute in ganz Spanien ausgeübt wird, ihren Ursprung in Ronda hat. In der Neustadt finden sich zudem lebhafte Einkaufsstraßen mit vielen Möglichkeiten zum Bummeln und Einkehren sowie zahlreiche Hotels.

Ein Blick von herrlichen Aussichtspunkten wie dem Mirador de Ronda macht Lust auf die Umgebung von Ronda. Diese ist nicht nur von einer schönen Berglandschaft geprägt, sondern birgt verschiedene kulturelle Höhepunkte. Jeweils rund 20 Straßenkilometer entfernt liegen die römischen Ruinen von Acinipo und die Cueva de la Pileta mit bis zu 30.000 Jahre alten Höhlenmalereien. Der Nationalpark Sierra de las Nieves und der Naturpark Sierra de Grazalema laden zum Wandern und vielfältigen Naturerlebnissen ein.