Das Castillo de Sohail ist das Wahrzeichen und historische Gedächtnis Fuengirolas. Die Festung thront auf einem markanten Hügel über der Mündung des Río Fuengirola und lässt keinen Zweifel daran, dass die Stadt auf eine weit längere Geschichte zurückblickt, als es der heutige Badeort vermuten lässt. Die Burg ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Fotografen. Der kurze Aufstieg belohnt mit Ausblicken über die Küste und ihren breiten Sandstrand, das Mittelmeer und die moderne Skyline.

Hinter den mächtigen Wehrmauern verbirgt sich ein überraschend weiter Innenhof, der als Veranstaltungsort für Konzerte, Festivals und historische Märkte dient. Anders als viele Burgen Andalusiens präsentiert sich das Castillo de Sohail nicht als klassisches Museum, sondern als lebendige Bühne unter freiem Himmel, die ihre historische Kulisse auf vielerlei Weise mit neuem Leben erfüllt. Vor allem in den Abendstunden, wenn die Festungsmauern stimmungsvoll beleuchtet sind, entfaltet die Anlage ihren besonderen Reiz.

Die Besiedlung des strategisch bedeutenden Hügels lässt sich bis zu phönizischen und römischen Niederlassungen zurückverfolgen. Die Ursprünge der heutigen Befestigungsanlage liegen schließlich im 10. Jahrhundert, als Kalif Abd ar-Rahman III. eine Zitadelle auf antiken Fundamenten errichten ließ, um die Küste zu sichern. Nach der christlichen Eroberung im Jahr 1485 wurde die Festung weiter ausgebaut und spielte auch während der Napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Damit gilt das Castillo de Sohail als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke an diesem Abschnitt der Costa del Sol.