Montejaque gilt als besonders ursprüngliches unter den Weißen Dörfern der Provinz Málaga. Es schmiegt sich malerisch an die schroffen Kalkfelsen der Sierra de Líbar am westlichen Rand der Serranía de Ronda. Abseits der bekannten Reiserouten hat sich der kleine Ort von knapp tausend Einwohnern seinen ländlichen Charakter bis heute bewahrt. Schmale Gassen, stille Winkel und weiß getünchte, mit Blumen geschmückte Häuser prägen das Bild und verströmen jene Gelassenheit, für die das andalusische Bergland bekannt ist.

Der historische Ortskern steigt in mehreren Terrassen den Hang hinauf und eröffnet immer wieder reizvolle Ausblicke auf die umliegende Karstlandschaft. Mittelpunkt des Dorflebens ist die Plaza de la Constitución mit der Iglesia de Santiago el Mayor, deren heutige Gestalt überwiegend auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Kleine Bars und Cafés laden dazu ein, die authentische Szenerie des Dorfes und das entspannte Lebensgefühl auf sich wirken zu lassen, während sich in den schmalen Gassen noch manche Spuren der maurischen Vergangenheit entdecken lassen.

Montejaques Reiz ist jedoch nicht minder auf die außergewöhnliche Natur in der Umgebung zurückzuführen. Die Gemeinde liegt am westlichen Rand des Naturparks Sierra de Grazalema und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen durch das zerklüftete Karstgebiet der Sierra de Líbar. Direkt hinter den Häusern beginnt eine imposante Berglandschaft mit tiefen Schluchten und spektakulären Höhlen, die sich auf stillen Pfaden durchstreifen lässt.

Nur wenige Kilometer außerhalb des Dorfes befinden sich mit der Cueva del Hundidero und der Cueva del Gato zwei der eindrucksvollsten Naturdenkmäler Andalusiens. Ebenfalls nur einen Steinwurf ist es bis zur Cueva de la Pileta, einem kulturhistorischen Juwel ersten Ranges. Gemeinsam mit der reizvollen Naturkulisse und dem benachbarten Ort Benaoján ist Montejaque ein lohnendes Ziel für alle, die in die Serranía de Ronda abseits der bekannten Aussichtspunkte eintauchen möchten.